Thèses de doctorat achevées et en cours

Olivier Blanchard: Hegemonie im Musikunterricht. Ein Beitrag zur Befremdung der eigenen Kultur
Directeur de thèse: Prof. Bernhard Weber
Université: Technische Universität Braunschweig (Allemagne)

Thèse soutenue en 2018
Die kulturelle Diversität stellt ein zentrales Thema in der Diskussion um den Musikunterricht dar, was sich in bildungspolitischen Forderungen ebenso wie in didaktischen Modellen und wissenschaftlich-theoretischen Überlegungen widerspiegelt. Trotzdem fehlt sowohl die empirische Gründung als auch die theoretische Verankerung der Interkulturellen Musikpädagogik. Diese Dissertation behandelt die Frage, welche Hegemonie den Musikunterricht dominiert. Zu ihrer Beantwortung wurde ein ethnografischer Zugang gewählt. Der Verfasser hat an 44 Musiklektionen an Deutschschweizer Sekundarschulen teilgenommen, deren spezifischen sozialen Praktiken beobachtet, protokolliert und im Anschluss interpretativ analysiert. Zusätzlich hat er sowohl mit Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern über seine Analysen gesprochen und die Protokolle dieser Gespräche in die weiteren Interpretationen miteinbezogen.

Markus Rassiller: Der Gegenstand „Religion“ im religionskundlichen Unterricht - Konzepte von Schüler·innen von „Religion“ / „religiös sein“ und mögliche didaktische Schlussfolgerungen
Universität Freiburg
Co-Betreuung
: Ansgar Jödicke, Universität Freiburg; Petra Bleisch, PH Freiburg
Schüler·innen beteiligen sich in ihrer Alltagswelt unter vielgestaltigen Perspektiven am Diskursfeld „Religion“. Die dadurch entstehenden Alltagsvorstellungen haben einen grossen Einfluss darauf, wie Schüler·innen im Unterricht über „Religion“ / „religiös sein“ kommunizieren oder auch, ob sie etwas überhaupt als „religiös“ klassifizieren. Die bisher vorliegenden Untersuchungen zu diesem Feld verfolgen allerdings vor allem ein religionspädagogisches Erkenntnisinteresse. Die befragten Schüler·innen nehmen meist an einem konfessionellen Unterricht teil. Empirische Untersuchungen innerhalb einer religionswissenschaftlichen Rahmung und im Kontext eines nicht-konfessionellen, religionskundlichen Unterrichts fehlen bisher. Daher wird in dieser Arbeit eine Grounded Theory zu den Konzepten von „Religion“ / „religiös sein“ entwickelt, ohne auf religionspädagogische Theorien / Modelle zurückzugreifen. Befragt werden dazu Schüler·innen aus den Sekundarstufen I und II, die seit längerer Zeit einen nicht-konfessionellen Unterricht besuchen. Als Kontrastgruppe werden aber auch Schüler·innen des Religionsunterrichts mit in die Untersuchung einbezogen. Die Ergebnisse werden in einem letzten Schritt im Hinblick auf mögliche Konsequenzen für die religionskundliche Fachdidaktik ausgewertet.