Thèses de doctorat en cours

Anja Küttel: Studie zur Effizienz der Aktivierung von Faktoren der Selbstständigkeit durch prozessorientierten und individualisierten Gestaltungsunterricht
Lebenslanges Lernen, Selbststeuerung von Lernprozessen, Erwerb von Lernstrategien – diese Kompetenzen stellen zentrale Faktoren dafür dar, den Anforderungen der heutigen Gesellschaft gerecht werden zu können und sich beruflich erfolgreich und dauerhaft integrieren und entwickeln zu können. Die Notwendigkeit zum Erwerb dieser Kompetenzen sind erstmals durch die PISA-Studie von 2000 und im weiteren Verlauf durch weitere Ergebnisse gesichert und differenziert worden. (OECD PISA 2000, 2003, 2005).
Die Rolle der allgemeinbildenden Schule als Ort zum Erwerb dieser Kompetenzen hat sich in der letzten Zeit relevant herausgebildet. In diesem Kontext wird mittlerweile selbstverständlich die Anforderung an Unterricht gestellt, neben den Fachkompetenzen in den verschiedenen Fächern ebenfalls einen starken Akzent auf den Erwerb dieser Kompetenzen zum selbstständigen Handeln und Lernen zu legen. In dem aktuellen, sich gerade in der Einführungsphase befindlichen Lehrplan der deutschsprachigen Schweiz, LP 21, wird dieser Anspruch grundsätzlich in dem Kapitel „Grundlagen – überfachliche Kompetenzen“ festgehalten. (D-EDK: LP 21, 2015, Grundlagen) Ebenso legt der Lehrplan der Westschweiz, der plan d’études romand einen Akzent auf den Erwerb dieser Kompetenzen. (CIIP: plan d’études romand, 2010, capacités  transversales).
Die Notwendigkeit zum Aufbau der Kompetenz des selbstständigen Lernens und selbstbestimmten Handelns hat also fraglos ihren Platz im Bildungsanspruch der allgemeinbildenden Schule gefunden.